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Zum diesjährigen Welttierschutztag (4. Oktober) hat der Deutsche Tierschutzbund gemeinsam mit seinen über 700 Mitgliedsvereinen das Leitmotto Stimme für die Tiere” ausgerufen. Angesichts der beginnenden Koalitionsverhandlungen in Berlin mahnt Europas größte Tier- und Naturschutzorganisation die zukünftigen Regierungsparteien, konkrete Tierschutzziele im Koalitionsvertrag festzuschreiben.

Die tierschutzpolitische Arbeit darf nicht weiter zum Stillstand kommen. Deutschland hat seine Vorreiterrolle in Europa in den letzten Jahren bereits mehrfach zu Lasten der Tiere geopfert, obwohl es genügend dringenden Handlungsbedarf gibt. Wer jetzt nicht handelt, setzt das Leiden von Millionen von Tieren weiter fort”, mahnt Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, die an einer möglichen Bundesregierung beteiligten Parteien CDU, CSU und FDP.

Eine der zentralen Forderungen der Tierschützer ist die Tierschutzklage, das Verbandsklagerecht für den seriösen Tierschutz. Der Deutsche Tierschutzbund betont, dass darüber hinaus neue Impulse für eine tierversuchfreie Forschung, einen besseren Heim- und Wildtierschutz, bindende Vorgaben für eine tierschutzgerechte Haltung der Tiere in landwirtschaftlichen Betrieben und die Stärkung des ehrenamtlichen Tierschutzes als gesamtstaatliche Aufgaben von immenser Bedeutung sind. Gerade die Lage der Tierheime spitzt sich angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise weiter dramatisch zu. Der praktische Tierschutz vor Ort schultert immer mehr öffentliche Aufgaben, erhält dafür aber keine notwendige, kostendeckende Erstattung.

Ein Blick auf die Wahlprüfsteine, mit denen der Deutsche Tierschutzbund die Parteien vor der Bundestagswahl abgefragt hat, zeigt, dass die zentralen Forderungen des Tierschutzes bei CDU/CSU und FDP noch Klärungsbedarf haben. Wie hoch der Handlungsbedarf ist, liegt den Parteien als Dokumentation Tierschutz – Anspruch und Wirklichkeit”, die der Deutsche Tierschutzbund vor der Bundestagswahl veröffentlicht hat, vor. Wir setzen darauf, dass sich die Koalitionäre für den Tierschutz öffnen und konkrete Verbesserungen im Koalitionsvertrag festgeschrieben werden. Klar ist aber auch, wird das nicht so sein, werden wir entsprechend reagieren. Wir lassen uns nicht vertrösten, die ‚Stimme für die Tiere’ wird laut sein”, kommentiert Wolfgang Apel zum Welttierschutztag die politische Lage.

Der Landestierschutzverband Nordrhein-Westfalen hat auf seiner Hauptversammlung am Wochenende in Essen die Annäherung von Tierschutz und Kirche begrüßt. In einem aufschlussreichen Vortrag erläuterten die Pfarrer Friedrich Laker und Steffen Hundert die wechsel- und leidvolle Geschichte von Tierschutz und Kirche. Sie war über Jahrhunderte von einem stark Menschen bezogenen Weltbild der christlichen Kirchen und nicht zuletzt von kirchlich geduldeter Tierquälerei geprägt. Diese Haltung hatte verheerende Auswirkungen für die tierischen Mitgeschöpfe. Erst spät setzte sich der Gedanke durch, dass Tiere eigene Recht und eine eigenen Würde haben. Um so mehr begrüßt der Landestierschutzverband den “1. Deutschen Kirchentag Mensch und Tier”, der vom 27. – 29. August 2010 in Dortmund im Rahmen der Kulturhauptstadt Ruhr 2010 stattfinden wird. Dabei tritt der LTV als Partner der “Aktion Kirche und Tiere” e. V. auf, die diesen Kirchentag organisiert. Der Vizepräsident des Landestierschutzverbandes, Dr. Ralf Unna, erläutert dazu: “Als Tierschützer sind wir froh und dankbar, dass es innerhalb der Kirche endlich eine starke Gruppe gibt, die sich aktiv für unsere Mitgeschöpfe engagiert. Wir hoffen auf eine rege Beteiligung beim 1. Deutschen Kirchentag Mensch und Tier. Ein grundlegend neues Verhältnis zum Mitgeschöpf Tier ist dringend notwendig!”

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Eine schnelle und konsequente Umsetzung des geplanten Tierschutz-TÜVs fordert die Allianz für Tiere. Anlass ist eine Sitzung des Bundesrates am morgigen Freitag, bei der die Länderkammer eine Änderung des Tierschutzgesetzes beschließen wird. Damit kann ein verpflichtendes Prüfverfahren für serienmäßig hergestellte Haltungssystemen (Tierschutz-TÜV) für alle Tierarten eingeführt werden. Die geplante Änderung des Tierschutzgesetzes ist auch auf den politischen Druck der Allianz für Tiere zurückzuführen. Sie erwartet, dass der Gesetzgeber diese Möglichkeit nutzt und zügig entsprechende Verordnungen erlässt. Der Allianz gehören neben dem Deutschen Tierschutzbund auch der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Schweisfurth-Stiftung und der Verbraucherzentrale Bundesverband an.

Bereits vor drei Jahren hatte der Bundesrat die Einführung eines solchen TÜVs in der Legehennenhaltung beschlossen und die Bundesregierung aufgefordert, einen solchen einzuführen. ‚ÄûDer Bundesrat und die Bundesministerin müssen jetzt unverzüglich aktiv werden und einen Verordnungstext mit den nötigen Standards vorlegen, so Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Ein Eckpunktepapier als Grundlage für die Verordnung liegt bereits vor. Dieses hat eine Arbeitsgruppe erstellt, in der unter anderem Vertreter von Tierhalterverbänden, Herstellern, Forschungseinrichtungen, der Bundesländer und der Allianz für Tiere mitgewirkt haben.

Nach Einschätzung der Allianz bringt die Einführung des Tierschutz-TÜVs auch Vorteile für Verbraucher, Landwirte, Hersteller und die Umwelt. Wird die noch fehlende Verordnung nun mit entsprechenden Standards erlassen, können sich Verbraucher darauf verlassen, dass sie Produkte von Tieren kaufen, die tiergerecht gehalten wurden, erklärt Gerd Billen, Vorstand der Verbraucherzentrale Bundesverband. Außerdem erhielten Landwirte die Gewissheit, geprüfte Haltungssysteme zu erwerben. Vorteile hätten auch die Hersteller von Stalleinrichtungen: Schon vor Markteinführung würden sie erfahren, ob ein Haltungssystem tiergerecht ist. Auch würden Innovationen in Richtung Umweltschutz angestoßen. Die Allianz erwartet, dass der TÜV nicht nur auf Legehennen beschränkt bleibt, sondern auf alle Tierarten angewandt wird.

Die LIDL-Lebensmittelmärkte haben dem Deutschen Tierschutzbund schriftlich bestätigt, dass nun alle LIDL-Filialen nur noch Eier aus alternativen Haltungsformen anbieten. Käfigeier – und damit auch die Eier aus den Kleingruppenkäfigen – sind endgültig aus dem Sortiment genommen worden. LIDL hatte nach intensiven Gesprächen mit dem Deutschen Tierschutzbund diese Umstellung versprochen. Die Kampagne ‚Kein Ei mit 3 – kein Ei aus Käfigquälerei” wird damit um einen erfolgreichen Etappenschritt im Kampf gegen die Käfighaltung von Legehennen erweitert.

Wir freuen uns, dass die vollständige Umstellung abgeschlossen ist, LIDL hat Wort gehalten. Vielen Millionen Legehennen bleibt damit ein leidvolles Käfigleben erspart”, begrüßt Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, die konsequente Umsetzung.

Neben LIDL hatte der Deutsche Tierschutzbund auch durch Gespräche mit nahezu allen deutschen Discountern und Handelsketten Erfolge verzeichnen können. Die Übersicht, wo Käfigeier aus dem Sortiment genommen wurden beziehungsweise eine klare Fristsetzung seitens des Unternehmens an die Lieferanten erfolgte, hat der Verband auf seiner Seite im Internet eingestellt, damit auch die Verbraucherinnen und Verbraucher dies als Einkaufshilfe nutzen können.

Wochenlang schien sich das Tier lieber im Freien aufzuhalten als daheim bei seinem Halter. Zuletzt saß ‚Flocke‚ mehrere Tage auf einem Dach am Massener Hellweg, bis Nachbarn endlich Alarm schlugen und der Tierschutzverein sie aus ihrem Leiden rettete.

Zu diesem Zeitpunkt war die Katze bereits stark abgemagert. Sie litt an einer Magenentzündung. Ernährt hatte sie sich in ihren Tagen auf dem Dach, indem sie Schnee fraß und an zwei steifgefrorenen Frettchen herumknabberte, die auf dem Balkon des Halters lagen.

Bemerkenswert dabei schien, dass Flocke dieses Leben selbst gewählt hatte. Renate Raulf vom Tierschutzverein Unna spricht davon, dass das Tier vollkommen panisch auf seinen eigenen Halter reagiert habe. Als die Vereinsmitglieder zusammen mit dem jungen Mann den ersten Rettungsversuch starteten, suchte Flocke mit der Kraft der Verzweiflung nochmals das Weite. Erst nachdem der Mann weggeschickt worden war, habe sich Flocke ganz zahm einfangen lassen. Nachbarn unterstützten die Aktion zwar mit einer Leiter. Letztlich ließ sich das Tier aber einfach in ein Dachfenster locken.

Hintergrund der Aktion ist offenbar ein Fall von Tiermisshandlung. Wie Renate Raulf berichtet, sei der junge Mann bereits ins Visier des Kreisveterinäres geraten. Zwei Babykatzen in seinem Haus habe er dem Tierschutzverein deshalb anstandslos übergeben. Inzwischen sei der Mann abgetaucht. Nun droht ihm eine Strafanzeige.

Flocke hingegen ist wieder auf dem Weg der Besserung. Sie wird zurzeit in der Auffangstation des Tierschutzvereines aufgepäppelt und hat nach Einschätzung von Renate Raulf gute Chancen, wieder auf die Beine zu kommen.

Quelle: Hellweger Anzeiger, Unna 13.01.2009

Vorteile für Verbraucher, Landwirte, Hersteller und Umwelt verspricht sich die Allianz für Tiere von der Donnerstag anstehenden Entscheidung des Bundestages zum Tierschutz-TÜV. Dabei handelt es sich um ein praxisgerechtes Prüf- und Zulassungsverfahren für serienmäßig hergestellte Stalleinrichtungen zur artgerechten Haltung von landwirtschaftlichen Nutztieren. Ab 2012 sollen nur noch geprüfte Haltungssysteme für Legehennen möglich sein. Die Änderung des Tierschutzgesetzes ist auch zurückzuführen auf den Druck der Allianz für Tiere, der neben dem Deutschen Tierschutzbund auch der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Schweisfurth-Stiftung und der Verbraucherzentrale Bundesverband angehören. Die gesetzlichen Neuerungen seien eine gute Grundlage, die Haltungsbedingungen der Tiere in der Landwirtschaft grundlegend und nachhaltig zu verbessern, so die Allianz. Ziel soll sein, dass nur noch auf Tiergerechtheit geprüfte und zugelassene Stalleinrichtungen für alle Nutztiere in Verkehr gebracht werden dürfen.
Noch immer werden so genannte Nutztiere in Deutschland in Haltungssystemen gehalten, in denen sie ihre arteigenen Verhaltensweisen nicht ausleben können. In ihnen werden den Tieren Schmerzen und Leiden zugefügt, obwohl das Tierschutzgesetz dies verbietet stellt die Allianz für Tiere klar. Von einem Tierschutz-TÜV profitierten auch die Landwirte, denn sie hätten dadurch die Gewissheit, geprüfte und tiergerechte Haltungssysteme zu erwerben. Vorteile hätten auch die Hersteller: Schon vor Markteinführung würden sie erfahren, ob die Stalleinrichtung tiergerecht ist oder nicht und könnten das System verbessern. Auch würden Innovationen in Richtung Umweltschutz angestoßen.
Die Allianz für Tiere fordert, nun zügig mit einer Verordnung die Vorgaben für ein bundesweit einheitliches Prüf- und Zulassungsverfahren für serienmäßig hergestellte Tierhaltungssysteme festzulegen. Prüfung und Zulassung müssten dabei auf wissenschaftlichen, einheitlichen und objektiven Erkenntnissen basieren.
Nach Informationen der Lebensmittelzeitung (Ausgabe vom 06.02.2009) fragt der Discounter ALDI Nord seine Lieferanten nach neuen Standards ab. Dabei ist offenbar die Herkunft der verarbeiteten Lebensmittel in Hinblick auf den Tierschutz neben weiteren Umwelt- und Verbraucheraspekten – für den Discounter von besonderer Bedeutung. Der Deutsche Tierschutzbund begrüßt diese Vorreiterrolle, die ALDI Nord damit einnimmt, und fordert erneut eine generelle Kennzeichnungspflicht für alle Produkte nach Tierschutzkriterien. Die Kampagne des Deutschen Tierschutzbundes ‚Kein Ei mit 3‚ zeigt immer mehr Erfolge.
ALDI Nord hat als erster Discounter auf Eier aus der Käfighaltung verzichtet. Jetzt gehen die Einkäufer offenbar noch einen Schritt weiter und wollen neue Standards setzen. Das stärkt den Tier- und Verbraucherschutz in allen Bereichen und das ist gut so‚ begrüßt Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, die aus der Presse zu entnehmenden Ankündigung des Unternehmens, und erklärt weiter: ‚ Die offenbar konkrete Absicht von ALDI Nord, auch auf die Produkte zu verzichten, in denen Eier aus der Käfighaltung verarbeitet sind, ist besonders erfreulich und zur Nachahmung empfohlen. Denn das wäre rasch umsetzbar. Die vom Verbraucher bereits gelernte, akzeptierte und einfache Kennzeichnung der Schaleneier wäre kurzfristig auch auf alle Packungen ausdehnbar, bis es endlich eine allgemein verbindliche Kennzeichnungspflicht nach Tierschutzkriterien gibt‚.
Ob Eiernudeln Eierlikör, Fertigkuchen und andere Produkte: Dafür werden jährlich Milliarden Eier aus qualvoller Käfighaltung verarbeitet. Viele Hersteller verteidigen sogar den Einsatz von Käfigeiern. Dass es auch anders geht, haben einzelne Unternehmen bereits bewiesen: Dr. Oetker, Mars Süßwaren Europa oder Griesson-de Beukelaer verzichten nach dem Motto der Kampagne des Deutschen Tierschutzbundes ‚ Kein Ei mit 3‚ auf Käfigeier. Zudem haben viele Handelsunternehmen (Liste unter www.tierschutzbund.de) bereits auf den Verkauf von Schaleneiern aus der Käfighaltung verzichtet.
Dass die Verbraucher keine Käfigeier in Produkten wünschen, zeigt auch eine Internetumfrage des Deutschen Tierschutzbundes. Auf www.tierschutzbund.de sprechen sich 97,7 Prozent der Teilnehmer für eine Kennzeichnung von Lebensmitteln aus, bei der deutlich wird, aus welcher Tierhaltung die Produkte oder die Zutaten kommen. Nur so haben die Käufer die Möglichkeit, Artikel mit Käfigeiern zu erkennen.

Ein voller Erfolg war der “Tag des Hundes 2008″ im Heide Stadion Unna am 09.08.2008! Hunderte Besucher konnten auf dem Tagesevent begrüßt werden. Den Besuchern wurde auch in diesem Jahr wieder einiges geboten. Höhepunkt der Veranstaltung war das Hunderennen. Gesucht wurde der schnellste Hund von Unna. Vier- und Zweibeiner hatten ihren Spass! Der Tierschutzverein Unna e.V. nahm an dieser Veranstaltung nun schon zum zweiten mal erfolgreich Teil. Vielen Dank für die Unterstützung!