Leitmotto zum Welttierschutztag: Ferkelprotest

Der Deutsche Tierschutzbund ruft jedes Jahr zum Welttierschutztag (4. Oktober) ein Leitmotto aus. In diesem Jahr lautet es: Ferkelprotest. Um das Entstehen des typischen Ebergeruchs zu verhindern, werden in Deutschland jährlich mehr als 22 Millionen männliche Ferkel kastriert. Ohne Betäubung – bei vollem Bewusstsein und bei vollem Schmerzempfinden werden den Ferkeln beide Hoden mit einem scharfen Messer entfernt. Das deutsche Tierschutzgesetz legalisiert diese Qual. Männliche Ferkel dürfen laut Gesetz bis zum Alter von sieben Tagen ohne Betäubung kastriert werden.

‚Wir werden konsequent und kompromisslos darum kämpfen, dass diese Ferkelquälerei beendet wird. Die Agrarindustrie und besonders die Schweineproduzenten mauern nicht nur, sondern verbreiten auch die fadenscheinigsten Verlautbarungen mit dem Ziel, dass alles so bleibt, wie es ist. Dies ist ein untauglicher Versuch, Tierqual weiter zu legalisieren. Deshalb steht das Thema Ferkelkastration auch zum diesjährigen Welttierschutztag am 4. Oktober im Mittelpunkt verkündet Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. In den Welttierschutzwochen rund um den 4. Oktober werden der Deutsche Tierschutzbund und seine über 720 Mitgliedsvereine mit mehr als 500 vereinseigenen Tierheimen mit Infoständen und weiteren Aktionen gegen die betäubungslose Ferkelkastration protestieren.

Der Deutsche Tierschutzbund fordert die Bundesregierung und den für Tierschutz zuständigen Bundesminister Horst Seehofer sowie seine Länderkollegen auf, das Tierschutzgesetz entsprechend zu ändern. Auf der Internetseite www.ferkelprotest.de können Tierfreunde sich dem Protest des Deutschen Tierschutzbundes anschließen und erhalten zudem detaillierte Hintergrundinformationen.

Der Appell an die Verbraucherinnen und Verbraucher bleibt: Verzichten Sie auf Schweinefleisch oder kaufen sie es nur, wenn Sie sicher sein können, dass die Ferkel schmerzfrei kastriert wurden. Bei allen NEULAND-Landwirten wird das sichergestellt.