Maikätzchen sorgen für überfüllte Tierheime

Maikätzchen sorgen für überfüllte Tierheime

Tierschutzverein Unna e.V. fordert Kastrationspflicht

 

Mit einer Vielzahl an jungen Kätzchen rechnet der Tierschutzverein Unna e.V. innerhalb der kommenden Wochen. Nicht kastrierte Freigänger und frei lebende Katzenpopulationen sorgen insbesondere im Mai für den meist unerwünschten Nachwuchs. Die räumlichen und finanziellen Kapazitäten der Tierheime reichen oft nicht aus, um die Flut an Jungtieren aufzunehmen. Pro Jahr nehmen die deutschen Tierheime rund 130.000 Katzen in Obhut – und dies bei immer stärker steigenden Kosten und einer längeren Verweildauer der Tiere. Der Tierschutzverein Unna e.V. ruft Katzenbesitzer und Politiker daher zu mehr Unterstützung auf.

„Die Unterbringung und Versorgung von „überzähligen“ Jungkatzen stellt die Tierheime Jahr für Jahr vor eine große Herausforderung“, sagt  Ursula Horn, Vorsitzende des Tierschutzvereins Unna e.V. „Nur durch Kastration ist dieses Problem in den Griff zu bekommen.“ Die Tierschützer appellieren daher an die Besitzer, ihre Tiere kastrieren, kennzeichnen und registrieren zu lassen. Gleichzeitig fordert der Verein von Bund, Land und Kommune ein Kastrations- und Kennzeichnungsgebot für Freigängerkatzen sowie finanzielle Unterstützung bei der Kastration frei lebender Tiere. „ Die Stadt Unna  sollte dem positiven Beispiel vieler Kommunen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachen folgen, die bereits eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht in der Kommunalverordnung verankert haben.“

Kastration schützt vor Katzenelend
Die frei lebenden Tiere stammen ursprünglich von in Privathaushalten lebenden, unkastrierten Freigängern oder ausgesetzten Hauskatzen ab. Da sie nicht auf den Menschen sozialisiert sind und nicht in ein neues Zuhause vermittelt werden können, müssen Tierschützer sie an Futterstellen versorgen. Als domestizierte Haustiere sind diese Katzen nicht mehr in der Lage, sich und ihre Nachkommen vollständig alleine zu versorgen. Viele Tiere sind unternährt, krank oder verletzt.

Damit die Gruppen der frei lebenden Katzen nicht noch weiter wachsen, fangen die Tierschutzvereine die Tiere bei Impfungs- und Kastrationsaktionen ein, um sie anschließend gekennzeichnet und damit wieder identifizierbar in ihrem angestammten Revier freizulassen. Tierfreunde, die die Arbeit des Tierschutzvereins unterstützen möchten, können für die Kastration von frei lebenden Katzen spenden und somit einen wichtigen Beitrag zur Minderung des Katzenelends leisten.

Spendenkonto: Sparkasse UnnaKamen, Kto. 87932, BLZ 44350060